Studierende, Forschende und Bibliotheksfachleute sind eingeladen, sich für die 8. Baltic Summer School of Digital Humanities: Cultural Data Analytics and Meaning anzumelden, die vom 3. bis 7. August 2026 in der Nationalbibliothek Lettlands in Riga stattfindet.
2 Teilnehmende werden durch die lettischen Nationalbibliothek und den BID gesponsert; Details weiter unten
Die Baltic Summer School of Digital Humanities ist ein internationales Intensiv-Weiterbildungsprogramm, das Forschenden, Lehrenden und Studierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Fachkräften aus Archiven, Bibliotheken und Museen die Möglichkeit bietet, ein breites Spektrum an digitalen Forschungskompetenzen zu entwickeln – von der Datenaufbereitung und -analyse bis hin zur Visualisierung.
In diesem Jahr befassen sich die Vorträge mit der Bedeutungsbildung und der Interpretation von Daten aus Kultur und Geisteswissenschaften, während sich die Workshops auf die technischen Aspekte der Datenaufbereitung, -bereinigung, -modellierung und -analyse konzentrieren. Zwei Workshops aus dem Programm des letzten Jahres – Netzwerkanalyse und die Arbeit mit Großen Sprachmodellen über API – kehren in aktualisierter Form zurück, was ihre anhaltende Bedeutung im Werkzeugkasten der Digital Humanities widerspiegelt. Alle Sessions werden von erfahrenen Praktiker*innen aus den Bereichen Digital Humanities und Datenanalyse geleitet.
Workshops:
- Lars Kjær (Dänemark) – Datenbereinigung, -analyse und -visualisierung mit OpenRefine und Orange
- Giovanni Pietro Vitali (Italien) – Netzwerkanalyse für Geisteswissenschaftler*innen
- Valdis Saulespurēns (Lettland) – Einsatz großer Sprachmodelle in der geisteswissenschaftlichen Forschung über API
- Anda Baklāne (Lettland) – Datenvisualisierung für öffentlichkeitswirksame Forschung
Offene Vorträge:
- Aldis Ērglis (Lettland) – Jenseits der Leinwand: Multimodale Interpretation von Kunstmeisterwerken über Google Nano Banana 2
- Tessa Gengnagel (Deutschland) – Computer als Archiv, Computer als Akteur: Die Entwicklung der Digital Humanities von den 1960er Jahren bis in eine ungewisse Zukunft
- Róbert Péter (Ungarn) – Entschlüsselung der britischen freimaurerischen Druckkultur des 18. Jahrhunderts: Pressetrends, Publikationsnetzwerke und die Zuordnung von Verfasserschaft
- Sonja Dorfbauer & Simon Mayer (Österreich) – Ansätze mit strukturierten Daten für historische Sammlungen: Methoden und Erkenntnisse
Die Summer School wird als Präsenzveranstaltung organisiert. Die Teilnahmegebühr für den gesamten Kurs beträgt 60 Euro. Die Hauptvorträge sind kostenlos zugänglich und werden auf den Facebook- und YouTube-Kanälen der NLL gestreamt.
Im Rahmen der lettisch-deutschen Partnerschaftsinitiative 2025–2028 bietet die Nationalbibliothek Lettlands zwei Gastplätze für Bibliotheksfachleute aus Deutschland und Studierende der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an deutschen Hochschulen an, jeweils inklusive eines gesicherten Teilnahmeplatzes bei Erlass der Teilnahmegebühr von 60 EUR. Für die Gewinner*innen der beiden Stipendien übernimmt der BID die Reisekosten (Economy-Flug, 5 Hotelübernachtungen, Tagegelder).
Wenn Sie sich bewerben möchten, senden Sie bitte bis zum 5. Mai 2026 eine kurze Bewerbungs-/Motivations-E-Mail (maximal 300 Wörter), in der Sie Ihre Berufserfahrung und Ihr Interesse an der Teilnahme an der bevorstehenden Veranstaltung darlegen, an die lettische Koordinatorin der Partnerschaftsinitiative, Viktorija Piščikova, [email protected].
Die lettischen Kolleg*innen freuen sich sehr darauf, die deutschen Kolleg*innen kennenzulernen und Erfahrungen im Bereich der Digital Humanities auszutauschen.
Die BSSDH 2026 wird gemeinsam von der Nationalbibliothek Lettlands, der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Lettlands und dem Institut für Literatur, Folklore und Kunst (Universität Lettlands) organisiert.
Es steht Ihnen natürlich frei, sich auch direkt auf einen Platz an der Summer School zu bewerben und die Teilnahmegebühr und Reisekosten komplett selbst zu tragen.
Für weitere Informationen zur Summer School wenden Sie sich bitte an:
Anda Baklāne
Lettische Nationalbibliothek
Leiterin der Abteilung für digitale Forschungsdienste
E-Mail: [email protected]
http://www.digitalhumanities.lv/bssdh

